Viva Mexico

Eines direkt vorweg: Mexiko ist das 14. größte Land der Erde und hat 12 verschiedene Klimazonen. Es kommt also sehr darauf an, wo man sich im Land befindet. Ich war von Ende Dezember 2015 bis Mitte Jänner 2016 mit der (teilweise mexikanischen) Familie meiner Freundin in Zentralmexiko. Am Programm stand unter anderem ein Roadtrip an die Pazifikküste und die Besichtigung von mehreren UNESCO-Weltkulturerbestätten.

Kurz & knapp:

Anreise: über Madrid mit Iberia
Rückreise: über London mit British Airways
Besuchte Orte: San Miguel de Allende, Guanajuato, Celaya, Queretaro, Ixtapa
Highlight: Frisch geschlüpfte Schildkröten an der Pazifikküste

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Anreise

Von Wien gelangt man nach Mexico City nur per Zwischenstop – Direktflüge werden momentan nicht angeboten. Die üblichen Routen führen über die Drehkreuze der großen europäischen Flugunternehmen: Paris, Amsterdam, London, Frankfurt und Madrid. Hauptsächlich auf Grund des Preises entschieden wir uns für den Hinflug über Madrid und den Rückflug über London – meine beiden bisher längsten Direktflüge mit jeweils ca. 9.000 Kilometern.
Von Mexico City fuhren wir per Bus nach Celaya, wo wir bei Verwandten die meiste Zeit des Urlaubes übernachteten. Das Busunternehmen ‘Primera Plus’ verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Langstreckenverbindungen und moderne Busse mit Wlan. Für manche EuropäerInnen wahrscheinlich etwas ungewöhnlich: Vor jeder Busfahrt müssen alle Passagiere und Gepäckstücke durch eine Sicherheitskontrolle ähnlich jener an Flughäfen – dafür gibts auch ein Snackpaket.

 

San Miguel de Allende

Die Stadt mit knapp 70.000 EinwohnerInnen zählt seit 2008 zur Liste der UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders aus dem Stadtbild heraussticht die Kathedrale ‘Parroquia de San Miguel Arcángel’ aus rosafarbenem Stein im gotischen Stil.

San Miguel de Allende

 

Guanajuato

Auf 2045m Seehöhe liegt die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates Guanajuato. Das Stadtbild zeichnet sich durch viel koloniale Architektur, verwinkelte Gassen und ein unterirdisches Straßensystem in ehemaligen Bergwerksschächten aus. Seit 1988 ist die Stadt UNESCO-Weltkulturerbe.

Guanajuato

 

Celaya

Die in einem Talbecken des mexikanischen Hochlandes gelegene Stadt beherbergt etliche Industriezweige und ist eines der Zentren des Eisenbahngüterverkehrs in Mexiko.

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Santiago de Querétaro

In der Sprache der Otomí, deren Siedlungsgebiete in aztekischer Zeit hier lagen, bedeutet der Name der Stadt „Platz der vielen Leute“. Heute ist sie bekannt für ihre koloniale Architektur bekannt. Die Altstadt ist seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO. Sie spielt in der mexikanischen Geschichte eine wichtige Rolle. 1867 wurde Kaiser Maximilian hier hingerichtet, nachdem die Französische Intervention in Mexiko mit letzten Kämpfen bei Querétaro ihr Ende gefunden hatte. Hier wurde 1917 auch die erste Verfassung nach der Mexikanischen Revolution verfasst.

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Bahnhof Querétaro

Für Eisenbahnfans und Geschichtsinteressierte ist der Alte Bahnhof von Santiago de Querétaro eine gute Anlaufadresse. Er wurde im europäischen Stil mit Holzbalken und einer hohen Steinfassade errichtet. Heute zeigt darin ein Museum die Geschichte der mexikanischen Eisenbahn. Hier gibts weiter Infos.

Bahnhof Querétaro

 

Ixtapa

Ixtapa kommt aus dem Nahuatl und bedeutet „Ort des gesalzenen Wassers“. Das trifft auch ziemlich gut zu, liegt die Region doch am Pazifik. Auf der Fahrt vom Landesinneren hierher durchquert man innerhalb weniger Stunden 2000 Höhenmeter und 3 Klimazonen. Das tropische Savannenklima lässt hier eine Fauna und Flora zu, die sich sehr von der mexikanischen Hochebene unterscheidet.

Ixtapa

 

Otomí-Pyramide Cañada de la Virgen

Es wird vermutet, dass die Errichtung der Anlage kurz nach dem Zusammenbruch von Teotihuacan um 530 n. Chr. begann. Der Ort muss sehr genau ausgewählt worden sein, steht er doch in starkem Zusammenhang mit verschiedenen astronomischen Kriterien, religiösen Vorstellungen und landwirtschaftlichen Zyklen. Die Pyramide zeigt beispielsweise die Stellung der Planeten und Mondphasen.

Cañada de la Virgen

 

Essen & Trinken

Die Mexikanische Küche zeichnet sich durch eine Verbindung von präkolumbischen und spanisch-kolonialen Traditionen aus. Tacos, Antojitos, Quesadillas und Tamales sind typische Vertreter der mexikanischen Küche. Mein Favorit: Bistec con queso und Enchiladas de mole. Lieblingsbier aus Mexiko: Pacifico.
Zum Testen gibt’s auch einen hervorragenden Mexikaner in Wien.

Rückreise

Mit British Airways nach London – Premiere in einer Boing 747.

 

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